Dokumentation und Hilfe
Hinweis:
Die Dokumentation befindet sich derzeit noch im Aufbau und wird fortlaufend ergänzt.Bei Fragen, Problemen oder Fehlern in der Dokumentation schreiben Sie eine Mail an support@okeanos.ai
Allgemein
Daten
| Methode | Verwendbare Daten | Verarbeitung |
|---|---|---|
| Tests und Analysen | Tages-HQ, Tages-MQ, Monats-HQ, Jahres-HQ | Die statistischen Auswertungen basieren auf einer Jahresmaximumreihe mit Berücksichtigung der hydrologischen Jahre; der Zeitreihenplot stellt dagegen die ursprünglichen Daten dar. |
| Jahresstatistik | Tages-HQ, Tages-MQ, Monats-HQ, Jahres-HQ | Tages- und Monatsdaten werden für jedes hydrologische Jahr auf das jeweilige Jahresmaximum aggregiert, sodass nur Jahres-HQ-Werte in die Methode einfließen. |
| Partielle Serie | Tages-HQ, Tages-MQ, Monats-HQ, Partielle Serie | Die Ereignisse werden anhand eines Schwellenwerts oder einer festgelegten mittleren Ereignisanzahl ausgewählt. Die partielle Serie bleibt erhalten und wird nicht auf Jahresmaxima reduziert. |
| Saisonale Statistik | Nur Monats-HQ | Für jedes hydrologische Jahr und jede Saison wird das Monats-HQ herausgefiltert. |
| PPWM-Statistik | Tages-HQ, Tages-MQ, Monats-HQ, Jahres-HQ | Tages- und Monatsdaten werden für jedes hydrologische Jahr auf das jeweilige Jahresmaximum aggregiert. Diese Reihe wird mit historischen Hochwasserereignissen kombiniert. |
| Kleeberg-, Q- und QK-Verfahren | Tages-HQ, Tages-MQ, Monats-HQ, Jahres-HQ | Tages- und Monatsdaten werden für jedes hydrologische Jahr auf das jeweilige Jahresmaximum aggregiert, sodass nur Jahres-HQ-Werte in die Methode einfließen. |
| Einordnung des Beobachtungszeitraums | Jahres-HQ für Ziel- und Nachbarpegel | Beide Datenreihen müssen bereits als Jahres-HQ-Reihen vorliegen; eine automatische Aggregation findet nicht statt. |
| Copula-Statistik | Zwei zusammengehörige Ereignisreihen | Die Copula-Reihen werden direkt verwendet. Es erfolgt keine Bereinigung oder eine Überprüfung der Daten. |
| Typenbasierte Statistik | Typisierte Ereignisreihe plus Tages-MQ | Die Tagesmittelwerte werden zunächst zu Monatsmittelwerten aggregiert; daraus werden anschließend die Jahresmaxima bestimmt. Die typisierten Ereignisse bleiben unverändert ereignisbasiert und werden nicht weiter geprüft oder bereinigt. |
Gültige Formate sind:
Welche Kriterien werden berücksichtigt?
Laut dem Merkblatt bzw. dem Pegelhandbuch (LAWA, 2018) gibt es zwei Kriterien, um die Unabhängigkeit zweier Ereignisse zu prüfen. Ein Kriterium definiert zwei Ereignisse als unabhängig, wenn der zeitliche Abstand mindestens sieben Tage beträgt. Das zweite Kriterium definiert zwei Ereignisse als unabhängig, wenn der Abfluss „zwischen zwei benachbarten Hochwasserscheiteln mindestens bis auf die halbe Höhe des kleineren Scheitelwertes – bezogen auf das MQ der Jahresreihe – abgesunken ist”.
Welche Kriterien werden auf welchen Datentyp angewendet?
Die Unabhängigkeit der Ereignisse wird für Jahres- und Monatsdaten durch den zeitlichen Abstand überprüft. Das heißt, dass aufeinanderfolgende Hochwasserereignisse einen bestimmten zeitlichen Abstand aufweisen müssen, damit sie als unabhängig gelten. Das Merkblatt schreibt einen Mindestabstand von sieben Tagen vor. Diese Angabe ist in der Software standardmäßig eingestellt und kann im Profil jederzeit angepasst werden. Diese Einstellung wird auf alle statistischen Methoden angewendet. Je nach gewählter Methode werden Monatsmaxima zu Jahresmaxima aggregiert und gegebenenfalls korrigiert.
Je nach statistischer Methode werden Tagesdaten zunächst zu Monatsmaxima und anschließend zu Jahresmaxima aggregiert. Zunächst erfolgt die Überprüfung der Unabhängigkeit anhand des zeitlichen Abstands der aggregierten Monats- oder Jahresdaten. Werden nach diesem Kriterium zwei abhängige Ereignisse gefunden, wird zusätzlich das zweite Kriterium gemäß dem Pegelhandbuch angewendet. Wenn der Abfluss zwischen diesen Scheiteln einen geringeren Abstand zum MQ aufweist als zum kleineren Hochwasserscheitel, gelten die Hochwasserscheitel als unabhängig. Wird dieses Kriterium nicht erfüllt, wird der kleinere Scheitelwert korrigiert.
Wie werden abhängige Ereignisse korrigiert?
Wenn zu Beginn eine Jahresreihe in der Datenbank ausgewählt wird, ist eine Bereinigung abhängiger Ereignisse nicht möglich. Dem Benutzer wird lediglich eine Warnung zu den betroffenen Ereignissen angezeigt.
Bei der Aggregation von Monatsdaten zu Jahresmaxima wird der kleinere Scheitelwert zweier abhängiger Ereignisse durch einen neuen Wert aus den Monatsdaten ersetzt. Je nachdem, ob der erste oder zweite Scheitel kleiner ist, wird dieser durch den nächsthöheren Wert aus den Vormonaten oder Folgemonaten des hydrologischen Jahres ersetzt. Dabei werden nur die Monate des zugehörigen hydrologischen Jahres berücksichtigt.
Bei der Erstellung einer partiellen Serie auf Basis von Monatsdaten werden die abhängigen Ereignisse über dem Schwellwert entfernt und fließen somit nicht in die Untersuchung ein. Die für die Analyse erstellte partielle Serie steht dem Nutzer zum Download zur Verfügung. Eine Überprüfung der Monatsdaten anhand des zweiten Kriteriums ist nicht möglich.
Je nach Methode werden Tagesdaten aus der Datenbank zu Monats- und anschließend zu Jahresmaxima aggregiert. Aufgrund der hohen zeitlichen Auflösung kann das zweite Kriterium zur Unabhängigkeitsprüfung herangezogen werden, wenn das Kriterium des zeitlichen Abstandes nicht erfüllt ist. Dazu wird der kleinste Abfluss zwischen den abhängigen Hochwasserscheiteln betrachtet und das MQ der Tagesreihe berechnet. Wenn der Zwischenabfluss näher am kleineren Scheitelwert als am MQ ist, dann wird dieser Scheitelwert ersetzt, da das Unabhängigkeitskriterium nicht erfüllt ist. Der nächsthöchste (unabhängige) Abfluss wird aus den verbliebenen Werten des hydrologischen Jahres ermittelt. Dieser wird aus den Vormonaten ermittelt, wenn der erste Scheitel betroffen ist, oder aus den Folgemonaten, wenn der zweite Scheitel betroffen ist. Es wird lediglich ein Wert ermittelt, der das kleinere der beiden abhängigen Hochwasserereignisse ersetzt.
Extremwertstatistik
Im Vergleich zu einer theoretischen Verteilungsfunktion (z.B. GEV, Gumbel), die zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein bestimmter Wert höchstens erreicht wird, zeigt die empirische Verteilungsfunktion wie hoch der Anteil der Stichprobe kleiner oder gleich diesem Wert ist. Die Hypothesen lauten wie folgt:
Die Ausgabe innerhalb dieser Software entspricht dem p-Wert.
Die Ausgabe innerhalb dieser Software entspricht dem p-Wert.
Die Ausgabe innerhalb dieser Software entspricht dem p-Wert.
Die beiden Informationskriterien AIC (Akaike-Kriterium) und BIC (Bayes´sche Kriterium) sind die am häufigsten verwendeten Kriterien. Anders als bei den Anpassungstests, wird hier kein p-Wert ausgegeben und mit dem Signifikanzniveau verglichen. Sowohl für AIC und BIC wird die Wahl auf die Verteilungsfunktion festgelegt, die den niedrigsten Wert aufweist. Von diesem Minimum aus, werden alle Verteilungsfunktionen verworfen, die um mehr als 6 abweichen oder nicht berechnet werden konnten.
Verteilungsfunktionen, die um weniger als 6 vom Minimum abweichen, können als geeignet angesehen werden. Ergänzend folgt bei der Wahl der Verteilungsfunktion/en nach wie vor die visuelle und hydrologische Beurteilung.